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Weihnachten rund um die Welt

Vorwort

Die besinnliche Zeit des Jahres stehts uns bevor und mit dem Beginn des Dezembers haben bestimmt so einige, wie jedes Jahr, angefangen die Türchen ihres Adventskalenders zu öffnen. So manch einer fragt sich bestimmt wie die Weihnachtszeit in anderen Ländern aussieht. Die Traditionen für die Weihnachtszeit stehen in Relationen zu der Kultur und dem Land selbst. So kann es sein, dass der Weihnachtsmann gar nicht als Weihnachtsmann bezeichnet wird oder sein Schlitten nicht von Rentieren gezogen wird. Abschließend muss gesagt werden, dass aufgrund von Corona Weihnachten anders sein wird und so manche Tradition für diesen Jahr nicht berücksichtigt werden kann.

Weihnachten in Asien

Weihnachten ist im Großteil des asiatischen Raums von nicht allzu großer religiöser Bedeutung, was sich auf die weniger flächenbreite Verbreitung des Christentums in Asien zurückverfolgen lässt. So ist der 25. Dezember nicht in allen Ländern ein offizieller Feiertag. Allerdings ist auch das typische Weihnachtsfeeling in Ländern zu finden, in den Weihnachten kein Feiertag ist. So sieht man typische Weihnachtsdekorationen in den Einkaufszentren, was sich auf den kommerziellen Erfolg von Weihnachtsartikeln zurückverfolgen lässt.

In China wird oft nur in größeren Städten gefeiert, was an der geringen christlichen Bevölkerung (~1%) liegt. Der Weihnachtsmann wird dort als „Shen Dan Lao Ren“ (Traditionell: 聖誕老人, Simpel: 圣诞老人) bezeichnet, was so etwas wie Alter Weihnachten Mann heißt. In beliebte Tradition am Weihnachtsabend ist es Äpfel zu verschenken, weil der Weihnachtsabend in chinesisch „Ping’an Ye“ (平安夜) heißt und so etwas wie friedvoller oder ruhiger Abend bedeutet, und in Kombination mit dem chinesischen Wort für Apfel „píngguǒ“ (苹果) welches wie das Wort für Frieden klingt, kam es zu dem Verschenken von Äpfeln. Fröhliche Weihnachten sagt man als „Sheng Dan Kuai Le“ (圣诞快乐) in Mandarin oder „Seng Dan Fai Lok“ (聖誕快樂) Kantonesisch.

Auch in Japan ist Weihnachten kein religiöser Tag und ist Großteils durch amerikanische Einflüsse geprägt. Heiligabend ist dort eher so wie der Valentinstag das heißt ,dass Paare Zeit miteinander verbringen und sich gegenseitig beschenken. Oft wird „fried chicken“ am Weihnachtsabend gegessen und ist für Unternehmen wie KFC besonders stressig. Die Ursache hierfür könnte die „Kentucky for Christmas“ (Kurisumasu ni wa kentakkii!) von KFC 1974 sein. Das tradionelle Weihnachtsessen ist Weihnachtskuchen, welcher ein Biskuitkuchen mit Erdbeeren und Schlagsahne ist. Der Weihnachtsmann in Japan heißt サンタさん、サンタクロース santa-san (Mr. Santa) und Fröhliche Weihnachten heißt めりーくりすます in Hiragana und メリークリスマス in Katakana.

Als das Land mit der höchsten Anzahl an Christen in Asien (~80%) sind die Philippinen besonders im Weihnachtsfieber und Weihnachten gilt als einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. Weihnachten startet an sich am 16. Dezember mit der ersten von neun Messen am frühen Morgen, mit der letzten an Weihnachten. Diese Messen werden „Misa de Gallo“ oder „Simbang Gabi“ auf Tagalog genannt. Weihnachtstraditionen sind stark durch westliche Traditionen beeinflusst, allerdings gibt es auch spezielle Traditionen wie „Parol“, eine Bambusstange oder -rahmen mit einem beleuchten Stern. Nach der letzten Messe findet das Festmahl um Mitternacht namens „Noche Buena“ statt. Das „Noche Buena“ ist ein Festmahl, welches mit Familie, Freunden und Nachbarn gefeiert wird. Serviert werden unter anderem Schinken, Fruchtsalate, lechon (geröstetes Schwein) sowie Bigingka und Puto bumbóng (Reiskuchen speziell für die Weihnachtszeit). Fröhliche Weihnachten heißt „Maligayang Pasko“ auf Tagalog.

Weihnachten in Afrika

Weihnachten wird nicht überall genau so wie in Europa oder den USA gefeiert, sondern mit einem eigenen Touch. Die Kirche und das Familienessen am Weihnachtsabend haben auch in Afrika eine zentrale Bedeutung für das Weihnachtsfest. Auch wenn Afrika kein reicher Kontinent ist, ist das Schenken von Weihnachtsgeschenken Teil der Festivitäten, so werden oft weniger teure Geschenke oder Dienstleistungen verschenkt. Auch ist Weihnachten ein öffentlicher Feiertrag in vielen afrikanischen Ländern.

Südafrika teilt sich einige Weihnachtstraditionen mit dem Vereinigten Königreich. Weil Weihnachten in den Sommer der südlichen Hemisphäre fällt, ist es in Südafrika besonders warm. Gegessen wird zum Beispiel Ente, Truthahn oder Spanferkel und Malva Pudding, ein traditionelles Dessert. Sollte es besonders heiß sein, kann es sogar zu einem „Braai“ einem Grillen kommen. Fröhliche Weihnachten heißt „Geseënde Kersfees“ auf Afrikaans.

Der Weihnachtsabend ist in Ägypten sowie Äthiopien am 7. Januar. Vom 25. November bis zum 6. Januar findet ein besonders Fasten der koptisch-orthodoxen Christen statt, in dem sich nur vegan ernährt wird. Diese Fastenzeit ist die Philippus-Fastenzeit oder Weihnachtsfastenzeit. Am koptischen Heiligabend (6. Januar) findet einer spezielle Messe statt, welche meist um 22:30 anfängt und bis um 04:00 geht. Nach der Messe gibt es zu Hause ein Weihnachtsessen mit all den Lebensmittel, auf die während der Fastenzeit verzichtet wurde. Besonders beliebt ist „Fata“ eine Lammsuppe aus Brot, Reis, Knoblauch und Lammfleisch. Am 7. Januar wird sich oft für Feiern getroffen und „Kahk“ (Süße Kekse) werden als Geschenk mitgebracht. Der Weihnachtsmann heißt Baba Noël und klettert durch ein Fenster anstatt durch den Schornstein. Fröhliche Weihnachten heißt „Eid Milad Majid“ (عيد ميلاد مجيد) auf ägyptischem Arabisch.

Weihnachten in Süd- und Nordamerika

Weihnachten in Nordamerika ist größtenteils wie bei uns in Europa und auch Südamerika teilt so einige der Traditionen.

In Argentinien werden die Häuser zur Weihnachtszeit geschmückt und auch Weihnachtsbäume sind besonders beliebt. Gefeiert wird hauptsächlich an Heiligabend. Zum Weihnachtsessen gibt es zum Beispiel Ziege, geröstetes Schwein, Truthahn, „Vitel toné“ (Kalbsfleischscheiben mit Sardellen- und Thunfischsauce und viele verschiedene Sandwiches wie „Pan de atun“ (Thunfischsandwich). Als Dessert gibt es Weihnachtsbrot und Puddings wie „Pan Dulce“ und Panetone sowie „Mantecol“ (Nougat aus Erdnussbutter). Um Mitternacht werden dann Feuerwerke gezündet und „Globos“, Papierlaternen mit einem Licht darin, fliegen gelassen. In Argentinien wird Spanisch gesprochen und Fröhliche Weihnachten heißt „Feliz Navidad“ auf Spanisch.

Weihnachten in Brasilien ist durch Portugal geprägt. An Heiligabend gehen die Menschen zur Missa do Galo, einer Messe um Mitternacht. Nach der Messe werden oft Feuerwerke gezündet. Weil es an Weihnachten in Brasilien oft sehr heiß ist gehen viele an den Strand. Besonders beliebt ist Secret Santa oder „Amigo secreto“, wobei kleine Geschenke über den Dezember hinweg mit einem Pseudonym verteilt werden. Schließlich wird am Weihnachtstag aufgelöst, wer hinter dem Pseudonym steckt. Gegessen wird Truthahn, Schwein, Schinken und Früchte. All dies wird mit Reis, welcher mit Rosinen und „Farofa“ (gewürztes Tapioka) gekocht wird. Fröhliche Weihnachten heißt „Feliz Natal“ auf Portugiesisch.

Fröhliche Weihnachten auf verschiedenen Sprachen

AfrikaansGeseënde Kersfees
ArabischEid Milad Majid (عيد ميلاد مجيد)
ChinesischMandarin: Sheng Dan Kuai Le (圣诞快乐)
Kantonesisch: Seng Dan Fai Lok (聖誕快樂)
DänischGlædelig Jul
FranzösischJoyeux Noël
GriechischKala Christouyenna (Καλά Χριστούγεννα)
HindiŚubh krisamas (शुभ क्रिसमस)
prabhu ka naya din aapko mubarak ho
HebräischChag Molad Sameach (חג מולד שמח)
ItalienischBuon Natale
JapanischMeri Kurisumasu
Hiragana: めりーくりすます
Katakana: メリークリスマス
KoreanischMeri krismas (메리 크리스마스)
Seongtanjeol jal bonaeyo (성탄절 잘 보내요)
Jeulgaeun krismas doeseyo‘ (즐거운 크리스마스 되세요)
NiederländischPrettige Kerst
Zalig Kerstfeest
Zalig Kerstmis
Vrolijk Kerstfeest
PolnischWesołych Świąt
PortugisischFeliz Natal
Russischs rah-zh-dee-st-VOHM (C рождеством!)
s-schah-st-lee-vah-vah rah-zh dee-st-vah (Счастливого рождества!)
SpanischFeliz Navidad
Nochebuena 
TagalogMaligayang Pasko
TürkischMutlu Noeller
Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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