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Fernweh: Warum nicht nach Hanoi auswandern?

Vietnam aus Sicht einer Auswandererfamilie in Hanoi (während COVID-19).

Leben in Vietnam

Fernweh? Dann ist das Leben in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam, ideal für Sie! Sie ist traditionell, gastfreundlich und lebhaft, was Ihnen gefallen wird. 

Vietnam ist ein Land in Südostasien voller Geschichte, die zwischen der indischen und der chinesischen Kultur angesiedelt ist. Das Land besteht aus mehr als fünfzig verschiedenen ethnischen Gruppen mit ebenso vielen Kulturen und Glaubensrichtungen. 

Eine zwingende Voraussetzung um sich in Vietnam niederzulassen: Englisch sprechen können. Ohne ein Minimum an fließendem Englisch wird die Auswanderung nach Vietnam kompliziert sein. Außerdem können sich Grundkenntnisse in Vietnamesisch als sehr hilfreich erweisen, um Kontakte zu knüpfen. Apps wie Babbel oder Duolingo bieten dafür Vietnamesischkurse an. Wenn Sie jedoch mit dem Onlinelernen nicht zurechtkommen, sind solche Kurse auch vor Ort verfügbar. 

Bevor Sie abreisen müssen Sie wissen, dass Vietnam ein autoritäres Land ist, welches von der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) geführt wird. Zudem gibt es keine Sozialhilfe.

Vietnam ist ein warmes Land, allerdings kann sich die Temperatur deutlich unterscheiden, je nachdem wo Sie hingehen. Nehmen wir als Beispiel das im Norden gelegene Hanoi und das im Süden gelegene Hô Chi Minh-Stadt. In Hanoi kann es 5°C sein, während es in Ho-Chi-Minh-Stadt 25°C ist. 

In Hanoi ist die Hitze feucht und die Luft ist mehr oder weniger verschmutzt, im Vergleich zu Ho-Chi-Minh-Stadt, die luftiger und weniger verschmutzt ist. Im Süden gibt es Strände und Sonne, während im Norden Berge, Landschaften und Reisfelder zu finden sind. Im Zentrum Vietnams befinden sich reiche und hügelige Landschaften. 

In Hanoi ist das Leben traditioneller, es gibt viele Tempel, die Stadt ist größer. Währenddessen ist das Leben in Ho Chi Minh moderner und europäischer, wodurch es ein angenehmer Urlaubsort ist.

Vietnam ist ein Land das sich modernisiert, während es seinen Traditionen und Bräuchen nahe bleibt. 

Vor der Abreise ist viel Papierkram zu erledigen, gerade weil momentan die Grenzen geschlossen sind. Ihre Einreise muss als notwendig für den Staat Vietnam gelten, was Sie durch einen im Vorfeld abgeschlossenen Arbeitsvertrag erreichen. Außerhalb der Pandemie ist die Einreise nach Vietnam genauso einfach wie die Einreise in andere Länder, ein Visum genügt. 

In Hanoi leben

Sobald Sie in Hanoi angekommen sind, variieren die Preise für Unterkünfte je nach Stil und Größe. Außerdem ist es eine Stadt in ständiger Expansion, die über alles verfügt. 

Die Lebenskosten sind niedriger als in Deutschland (Etwa 30% weniger für Einkäufe und fast 2 mal weniger für die Miete).

Was die öffentlichen Verkehrsmittel betrifft, können Sie wählen, ob Sie mit dem Fahrrad oder dem Bus fahren möchten. Sie können auch das Lieblingsfahrzeug der Vietnamesen wählen: Das Motorrad. Es gibt auch Autos, die zwar weniger genutzt werden, aber immer mehr auf den Straßen erscheinen. 

Im Hinblick auf die Arbeit gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Angebote, doch wie in vielen anderen Ländern steht der Arbeitsmarkt aufgrund von COVID-19 still.  

Die Gehälter in Vietnam sind relativ niedrig (~280€ für die meisten), viele Vietnamesen leben ihren Familien. Ein sehr gutes Gehalt liegt für einen Vietnamesen im Bereich von 1100€.

Vietnam feiert den Tet im Februar, wie andere asiatische Länder auch. Das Tet dauert 2 Wochen, in denen Vietnamesen sich oft mit ihren Verwandten treffen. Im Mai findet die Feier der Wiedervereinigung statt, die 4 Tage dauert. Dabei wird die Vereinigung des Nordens und des Südens Vietnams gefeiert. 

Mit Ausnahme der nationalen Feiertage haben die Vietnamesen keine Feiertage.

Kommen wir nun zum Essen! Man kann bereits für 3-4€ pro Person essen, beispielsweise Suppen mit Fleisch, Fisch, Champignons, Kräutern etc. Vietnamesen essen für gewöhnlich mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag anstatt 3 großer Mahlzeiten.

 Traditionen

Bevor man in Hanoi lebt, muss man wissen, dass der dortige Lebensrhythmus nicht derselbe ist wie bei uns. In der Regel treiben sie morgens Sport, bevor sie zur Arbeit gehen, und dann abends nach der Arbeit (Volleyball, Tai Chi, Tischtennis…), was ihre gute Gesundheit erklärt.

Asiatische Länder sind dafür bekannt, sehr traditionell zu sein. Wenn man sich bei jemandem vorstellt, fragt man zunächst nach seinem Alter, damit man die Person richtig ansprechen kann. Bei Ihnen als Einwanderer werden sie vielleicht nicht so genau darauf achten, aber sie könnten korrigiert werden, wenn Sie einen Fehler machen. 

Wenn Sie mit Vietnamesen trinken, müssen Sie auch wissen, wie Sie Ihr Glas beim Anstoßen platzieren. Mit Ihrem Senior sollten Sie Ihr Glas tiefer als seins stellen. Wenn jemand auf Sie zukommt, um einen Toast auszubringen, müssen Sie jedes Mal Ihr Getränk trinken. 

Die Vietnamesen werden keine Schwierigkeiten haben, Sie zu akzeptieren und Ihnen vorzuschlagen, zum Essen zu ihnen zu kommen oder mit ihnen Volleyball zu spielen, bis eine Freundschaft entsteht. Selbst wenn Sie ihre Sprache nicht sprechen, können Sie sich durch Gesten verständigen. 

Nichtsdestotrotz sind hier ein paar vietnamesische Wörter. Vietnamesisch ist eine tonale Sprache mit vielen Akzenten und Klängen, die anders sind als jene, die wir kennen. 

  • Auf Wiedersehen: tạm biệt 
  • Hallo: xin chào
  • Ja: vâng
  • Nein: không

Vietnamesisch ist die wahrscheinlich leichteste Sprache Asiens.

Aus der Sicht eines ausgewanderten Gymnasiasten

Ist es leicht, als Jugendlicher Auswanderer Spaß zu haben, denn das Leben ist nicht teuer, weshalb man mit seinen Freunden etwas unternehmen kann. Man kann zum Billard sowie zum Café „tra da“ und zum Badminton oder sich auch gegenseitig besuchen. Normalerweise sind die Straßen nach 22 Uhr leer, aber das hält jemanden nicht davon ab, sich zu treffen. Außerdem fällt auf, dass die Architektur ganz anders ist und dass es viele Grünflächen gibt.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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