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SOZIALE NETZWERKE UND EXPATRIATES

Soziale Netzwerke haben das Leben der Expatriates verändert.

Laut Statistik sind 56% der Menschen täglich auf sozialen Netzwerken aktiv, in den USA im Durchschnitt 2 Stunden und 7 Minuten pro Tag. Der Aufstieg der sozialen Netzwerke spiegelt sich auch im Leben der Expatriates wider.

Soziale Netzwerke für Expatriates untereinander:

Mit einem Klick lassen sich heutzutage alle nötigen Ratschläge finden, was die Solidarität unter den Expats stärkt.  

Damit man sich früher mit anderen Expatriates für einen Abend oder einen Ausflug treffen konnte, war es notwendig, zuerst bei der Botschaft Informationen einzuholen. Jetzt existieren Hunderte von Gruppen in den sozialen Medien. Auf dem bedeutendsten Netzwerk, Facebook, sind 92 Millionen Expatriates nach Ländern oder nach Communities organisiert. Die Franzosen zum Beispiel haben in fast jedem Land der Welt eine eigene Gruppe. Oft unter dem Namen „Franzosen in den Niederlanden“ oder „Franzosen in Neuseeland“. Letztere ist mit Zehntausenden Mitgliedern eine der größten. Dieser Aspekt des Teilens und der gegenseitigen Hilfe ist durchaus positiv, da auf diese Art neue Begegnungen gefördert werden. 

Jedoch sollte man aufpassen, sich nicht innerhalb einer Gemeinschaft abzugrenzen, denn Expat sein bedeutet auch, sich Fremden und neuen Kulturen gegenüber zu öffnen.

Für den Kontakt mit dem Rest der Welt:

Was den erleichterten Kontakt zu den Verwandten in der Heimat angeht, so ist die Rolle der sozialen Netzwerke zweischneidig. Vor ihrem Erscheinen war die Kommunikation begrenzt, da Anrufe teuer waren und Post lange brauchte, um anzukommen. Heute gibt es diesen Einschnitt nicht mehr. Expats bleiben mit ihrem Herkunftsland und ihren Lieben vor allem über WhatsApp und Messenger oder Instagram verbunden, um ihre Abenteuer und Entdeckungen dort zu posten. Nachrichten werden sofort übertragen und Videokonferenzen sind äußerst einfach. 

Dieser Aspekt des ständigen Teilens kann aber auch eine Kehrseite haben; dass man nämlich immer zeigen und beweisen will, wie aktiv man ist. Das Aufrechterhalten einer starken Verbindung zum Herkunftsland kann dadurch die Qualität der Expat-Lebens beeinträchtigen.

All dies wirft die Frage auf, wie der Einfluss der sozialen Netzwerke zu betrachten ist – positiv oder negativ? 

Wenn Sie mehr über das Leben als Expatriate wissen wollen, dann schauen Sie sich gerne unsere zahlreichen Artikel zu diesem Thema an.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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