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Ein Auslandspraktikum in Europa

Die Vorbereitung:

EIN AUSLANDSPRAKTIKUM IN EUROPA

Ob zwischen Schulzeit und Studium oder Studium und Berufseinstieg: Ein Praktikum ist immer eine gute Idee. In wenigen Wochen werden Erfahrungen gemacht, die einen bedeutenden Einfluss auf die berufliche Zukunft haben können.

Insbesondere Praktika im Ausland erfreuen sich großer Beliebtheit und bieten viele Vorteile. Das Auslandspraktikum verbindet praxisnahes Lernen, den Erwerb interkultureller Kompetenzen und das Knüpfen internationaler Kontakte mit dem Kennenlernen der Kultur eines anderen Landes.

Da die Organisation eines Auslandspraktikums während der Schul- oder Studienzeit oftmals von der Schule oder Universität begleitet wird, beziehen sich die folgenden Informationen und Tipps hauptsächliche auf Freiwillige Praktika im europäischen Ausland.

Die Wahl des Auslandspraktikums

Bevor du die ersten Bewerbungen losschicken kannst, musst du zwei wichtige Fragen beantworten:

In welchem Land möchte ich das Praktikum absolvieren?
Je nach Reiseziel gibt es verschiedene Organisationen oder Agenturen, die einem bei der Vermittlung und Organisation eines Auslandspraktikums helfen können. Im nächsten Abschnitt werden einige von ihnen genannt. Außerdem solltest du sicherstellen, dass du die Sprache des Gastlandes beherrschst oder zumindest die Möglichkeit hast, dir diese Sprache vor Reiseantritt anzueignen.

Welche Art von Praktikum möchte ich absolvieren?
Es besteht die Möglichkeit, sich zwischen Praktika z. B. in einem Unternehmen, in internationalen Organisationen oder sogar an ausländischen Schulen zu entscheiden. Am häufigsten fällt die Wahl wohl auf ein Unternehmenspraktikum. In diesem Fall arbeitest du entweder bei deutschen Unternehmen, die eine Zweigstelle im Ausland haben, oder direkt bei einem ausländischen Unternehmen. Ähnlich beliebt sind Praktika bei internationalen Organisationen wie der Europäischen Union oder den Vereinten Nationen. Das Praktikum an Schulen im Ausland eignet sich hauptsächlich für Lehramtsstudierende.

Auslandspraktikum

Die Vermittlung des Auslandspraktikums

Es gibt zwei Möglichkeiten, um an einen Praktikumsplatz im Ausland zu gelangen. Die erste Möglichkeit ist, eigenständig Bewerbungen an Unternehmen zu schicken. Des Weiteren besteht die zweite Möglichkeit darin, eine Agentur zwischenzuschalten.

Agenturen bieten zahlreiche Vorteile. So haben die Mitarbeiter:innen oftmals viel Erfahrung und können einiges an Arbeit abnehmen. Da die meisten Agenturen über internationale Firmenkontakte verfügen und Zugriff auf mehrere Portale haben, steigen die Vermittlungschancen. Der Nachteil ist, dass du in jedem Fall Vermittlungsgebühren an die Agentur zahlen musst. Praktikawelten, RGV Praktika und Reisen, usw. zählen zu den bekanntesten Vermittlungsagenturen für Auslandspraktika.

Wenn du doch erstmal alleine nach einem Praktikumsplatz suchen möchtest, kannst du dich direkt auf den Webseiten der Unternehmen umschauen oder Suchbörsen, wie die des UNICUM Karrierezentrums, verwenden. Ist das Interesse an einem Praktikum bei einer europäischen Institution oder einer internationalen Organisation besonders groß, kannst du direkt auf den jeweiligen Webseiten nachsehen. Das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und viele andere stellen online weitere Informationen zur Verfügung.

Solltest du neben der Praktikumsvergütung auf einen Zuschuss für den Auslandsaufenthalt angewiesen sein, kannst du dich über Stipendien oder Förderprogramme, z. B. das Carlo-Schmid-Programm, informieren.

Ein letzter Tipp: Die Anforderungen an Bewerbungsanschreiben und -unterlagen im Allgemeinen können im Ausland abweichen. Diese Abweichungen solltest du unbedingt kennen. Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, kannst du das vereinheitlichende Bewerbungsmodell, den Europass, für Anschreiben im europäischen Ausland verwenden. Außerdem verlangen Unternehmen häufig alle offiziellen Dokumente in der Sprache des Landes. Aus diesem Grund solltest du gegebenenfalls beglaubigte Übersetzungen anfertigen lassen.

Wenn du dir ein genaueres Bild davon machen möchtest, wie so ein Bewerbungsprozess konkret ablaufen kann und welche Bewerbungsunterlagen benötigt werden könnten, schau dir gerne den Leitfaden im Artikel „Das Freiwillige Auslandspraktikum – Die Bewerbung“ an. Dort wird der Ablauf anhand eines Praktikums in Manchester veranschaulicht.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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