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Auswanderer und soziale Medien

Soziale Medien haben das Leben von Auswanderern verändert.

Laut Statistik benutzen in Deutschland 78,7% der Einwohner soziale Medien und verbringen damit pro Tag durchschnittlich 1,5 Stunden. Der Machtanstieg sozialer Medien findet sich auch im Leben von Auswanderern wieder.

Soziale Netzwerke

– Unter Auswanderern

Heute können sie mit einem einfachen Klick alle guten Tipps finden, was die Gemeinschaft unter den Auswanderern erheblich erleichtert. 

Zuvor mussten Auswanderer sich, um sich am Abend zu treffen oder etwas mit anderen Auswanderern  zu unternehmen, bei der Botschaft informieren. Heute existieren hunderte Gruppen von Auswanderern, beispielsweise sind auf der Nummer 1 der Netzwerke, Facebook, 92 Millionen Auswanderer nach Ländern oder Communities organisiert. Auch Deutsche haben in fast jedem Land der Welt ihre Gruppe. Meist haben diese Namen wie „Deutsche in den Niederlanden“ oder „Deutsch in Neuseeland“. Letztere ist eine der wichtigsten und versammelt mehrere zehntausend Mitglieder. Dieser Aspekt des Teilens und der gegenseitigen Hilfe ist sehr positiv, weil er es uns ermöglicht, neue Begegnungen zu fördern.

Passen Sie aber auf, sich nicht nur in einer Gemeinschaft einzuschließen. Auswandern bedeutet auch, sich Menschen aus anderen Ländern und neuen Kulturen zu öffnen.

– Mit dem Rest der Welt

Was den erleichterten Kontakt mit im Geburtsland lebenden Verwandten angeht, sind soziale Medien ein zweischneidiges Schwert. Bevor es sie gab, war die Kommunikation deutlich eingeschränkt. Anrufe waren teuer und die Post brauchte lange, bis sie ankam. Heute gibt es diese Einschränkung nicht mehr und Auswanderer bleiben mit Ihrem Geburtsland und ihren Verwandten in Kontakt, hauptsächlich über WhatsApp und Messenger oder auch Instagram, wo sie alle ihre Abenteuer und Entdeckungen posten. In der Tat sind die Nachrichten augenblicklich und die Videokonferenzen von einer beunruhigenden Leichtigkeit. Diese Möglichkeit des ständigen Teilens kann aber auch einen negativen Effekt haben, nämlich dass man ständig zeigen und beweisen will, dass man etwas erlebt. Die Aufrechterhaltung einer starken Verbindung zum Herkunftsland kann aber die Qualität der Auswanderung beeinträchtigen. 

All das wirft die Frage nach dem Einfluss von sozialen Medien auf: Ist er gut oder schlecht? 

Wenn Sie noch mehr über das Leben im Ausland wissen wollen, werfen Sie auch einen Blick auf unsere zahlreichen Artikel zu diesem Thema.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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