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8 TYPISCH BRITISCHE REDEWENDUNGEN

Redensarten spielen eine wichtige Rolle in Diskussionen des Alltagslebens. Sie bereichern unsere Rede deutlich und erweitern unser Vokabular. Diese Ausdrücke sind noch dazu sehr praktisch um einen Gedanken zusammenzufassen und machen unsere Sätze abwechslungsreich. Man nennt diese Ausdrücke „idiomatische Redewendungen“ (auf Englisch: „idioms“ oder „idiomatic expressions“). Im Vereinigten Königreich sowie in vielen anderen Ländern gibt es eine Vielzahl an Redewendungen, die nicht wörtlich ins Deutsche übersetzt werden können. In diesem Artikel stellen wir Ihnen 8 typisch britische Redewendungen vor.

 An arm and a leg

Fangen wir mit einer recht einfachen Redewendung an. Um Ihnen die Bedeutung von „an arm and a leg“ verständlich zu machen, geben wir Ihnen ein Beispiel eines Gesprächs auf Englisch: „This leather jacket costs an arm and a leg. How could you even consider buying it?“

Haben Sie es erraten?

Tatsächlich sagt diese Redewendung aus, dass eine Ware oder ein Service (sehr) teuer ist. Eine deutsche Entsprechung wäre beispielsweise „das ist schweineteuer“ oder „das kostet ein Vermögen“. 

To be full of beans 

“This young man is so full of beans when he goes out with his best friends.” 

Ok, wir geben zu, diese Redewendung ist schwieriger zu erraten. „To be full of beans“ bedeutet, sehr kraftvoll und lebhaft zu seinoder wie man in Deutschland sagen würde: „quicklebendig“.

Call a spade a spade 

“You may appreciate her for her personality, but let’s call a spade a spade: she has no experience in that industry.”

Das erinnert ein wenig an die deutsche Redensart „das Kind beim Namen nennen“ oder? Und tatsächlich! 

Wenn man eine solche Redewendung benutzt bedeutet es, dass man die Wahrheit über jemanden oder etwas sagen will, auch wenn das unangenehm oder sogar unhöflich sein kann.

A penny for your thoughts 

Person A: “You look worried, what is happening to you?”

Person B: “Nothing.”

Person A: “A penny for your thoughts.” 

Wenn jemand diese Redewendung benutzt, möchte er/sie wissen, was die ihm/ihr gegenüberstehende Person denkt. In Deutschland sagt man oft einfach „ich würde (zu) gerne wissen, was du denkst“.

A blessing in disguise

“Taking Spanish lessons three times a week turned out to be a blessing in disguise because I have considerably increased my average.”

Diese Redewendung wird benutzt um auszudrücken, dass etwas, was Ihnen zunächst nutzlos schien, sich als sehr positiv erwiesen hat. Das deutsche Gegenstück: „Sich (im Nachhinein) als Segen herausstellen“.

Break a leg 

Person A: “Tomorrow I have to take an exam… I am extremely nervous.”

Person B: Break a leg!”

Wie das Beispiel veranschaulicht bedeutet der Ausdruck „Break a leg“, dass man jemandem viel Glück wünscht. Eine erstaunliche Redewendung nicht wahr? Übrigens hat diese Redewendung ihren Ursprung in der Welt des Theaters. Unter den Darstellern war ein Aberglaube verbreitet: Sie glaubten, dass sich „viel Glück“ zu wünschen den umgekehrten Effekt haben würde und ihnen Unglück bringen würde. Deshalb sagten sie lieber „break a leg“. Auf Deutsch gibt es eine ähnliche Redewendung: „Hals- und Beinbruch!“.

Curiosity killed the cat

Person A: “Who is calling you? It is your secret girlfriend?

Person B: “Stop it! Curiosity killed the cat!

Passen Sie auf, wenn jemand Ihnen gegenüber diese Redewendung benutzt: Es bedeutet, das er/sie anfängt sich zu ärgern weil Sie VIEL zu viele Fragen stellen. Es gibt zwar auch im Deutschen das Sprichwort: „Neugier ist der Katze Tod“, dieses ist aber viel weniger verbreitet als die englische Redewendung. Man sagt eher direkt „sei nicht so neugierig“.

Hit the sack

Zum guten Schluss haben wir eine sehr originelle idiomatische Redewendung herausgesucht…

Hier ein Beispiel um Ihnen einen Hinweis zu geben: “I am exhausted, I have spent all day rushing. I am going to hit the sack.

Sie haben es bestimmt erraten, diese Redewendung bedeutet, dass jemand sich schlafen legen wird. Auf Deutsch würde man sagen „sich aufs Ohr hauen“.

In Zukunft werden Sie in der Lage sein, viele typisch britische Redewendungen zu entschlüsseln. Nicht nötig, Ihnen „Hals- und Beinbruch“ zu wünschen. Nennen wir doch das Kind beim Namen: Jetzt werden Sie eine Menge britischer Redewendungen beherrschen. 

Interesse geweckt? Lesen Sie auch unseren Artikel zu spanischen Redewendungen.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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