Speisen dieser Welt

Speisen dieser Welt

25. März 2020

Tiere zu verzehren, die als Haustiere gelten, kann für viele Europäer sehr befremdlich wirken. Lebensmittelverbote sind durchaus Kultursache. Das bedeutet, dass so manch einer beim Reisen über gewisse kulturelle Bräuche schockiert sein mag, wie etwa das Verspeisen von Hund, Fledermaus oder Schuppentier. Doch wir von Berlin Translate betreiben keinen Ethnozentrismus, denn es sind gerade diese kulturellen Unterschiede, die die Welt umso interessanter machen.

Hunde Essen

Hundefleisch zu essen ist eine Ernährungsweise, die man Zynophagie nennt. Hier in Europa leben Hunde und Katzen zusammen in einem Haus mit uns Menschen. Dennoch ist es in ca. 11 Ländern erlaubt, Hunde zu essen: China, Indonesien, Korea, Mexiko, den Philippinen, Polynesien, Taiwan, Vietnam, der Arktis und Antarktis und in zwei Kantonen der Schweiz. Besonders in Vietnam gehört der Verzehr von Hunden zum Alltag. Dies hat zur Folge, dass hunderte, gar tausende von Hunden aus Thailand gestohlen werden, die dann illegal nach Hanoi in Vietnam verschleppt werden und auf Restauranttellern landen. Für die in Letzterem lebenden Leute ist Hundefleisch nahrhaft, gesundheitsfördernd und vor allem billig.

Ob gebraten, gekocht oder dampfgegart, Hundefleisch wird in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften verkauft. Das Gericht wird traditionell zusammen mit Reis, Wein oder Bier serviert. Bist Du in Versuchung gekommen? Erfahre mehr über die Möglichkeiten und Gesetze bezüglich des Verspeisens des eigenen Hundes oder der eigenen Katze.

Hinweis zum Coronavirus:

Haustiere und Coronavirus

Am Sonntag, den 15. März, zeigte sich die französische Gesellschaft für Tierschutz (SPA) besorgt über eine Welle von Aussetzungen aufgrund unwahrer Gerüchte über das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus Covid-19 durch Haustiere. Deshalb appellierte die Gesellschaft für Tierschutz an die Besitzer von Katzen und anderen Tieren, „gesunden Menschenverstand und Humanität“ zu zeigen. Dass Haustiere und Vieh eine Rolle in der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen, ist nicht nachgewiesen. Die Rubrik „vrai du faux“ von Franceinfo hält Erläuterungen dazu bereit.

Affen Essen

Man darf sowohl in Asien als auch in Afrika Affen verzehren. Indonesier essen Orang-Utan, während Erdnussaffenfleisch eine Spezialität aus dem Kongo ist. Kameruner mögen ebenfalls Affenfleisch. Man sollte jedoch vorsichtig sein, denn Wissenschaftler behaupten, dass manche davon von Viren befallen sind, die für den Menschen tödlich sind.

Heutzutage ausnahmslos verboten, wird die Zubereitung von Affenhirnen weiterhin in manchen wohlhabenden Kreisen Asiens praktiziert. Dabei wird der Schädel des Affen geöffnet und ihm Zutaten beigefügt und schließlich wird das Ganze mit einem Löffel verkostet. Klingt appetitlich, nicht?

Fledermäuse Essen

Man sagt, das Fleisch einer Fledermaus ähnelt dem Fleisch eines Hasen. Man findet Fledermaus insbesondere auf Indonesiens Märkten. Die Flügel werden amputiert, da an ihnen kaum etwas Essbares vorhanden ist. Fledermäuse und Coronavirus: Laut einer aktuellen Studie sind die Genome des Coronavirus und die in Fledermäusen zirkulierenden zu 96% identisch mit dem Menschen. Doch da die in Fledermäusen aktive Variante des Virus nicht so strukturiert ist, dass sie an menschliche Rezeptoren bindet, könnte sie eine weitere Spezies durchlaufen und sich so an den Menschen angepasst haben; Diese Spezies nennt man „Zwischenwirt“: Womöglich das Schuppentier.

Skorpione Essen

Skorpione sind in manchen Regionen Asiens ein übliches Gericht. Wenn Du also in Bangkok bist, wirst Du die Gelegenheit haben, diese Spezialität zu probieren. Ebenso wie Insekten sind sie reichhaltig an Protein und sollen aus wichtigen Fettsäuren und Vitaminen bestehen. Um einen Skorpion verspeisen zu können ist es notwendig, den Schwanzstachel mit einer Pinzette zu entfernen und ihn zu kochen. Bon appétit!

Schuppentiere Essen: Der Ursprung des Coronavirus

Asiens stetig wachsender Appetit auf Gerichte aus Schuppentieren, wilden Schlangen und anderen Riesensalamandern könnte letztenendes zu deren Ausrottung führen. Sogar noch schwerwiegender, hat der Ausbruch des Coronavirus in China schon viele Todesopfer gefordert und sorgt für Beunruhigung in den meisten Ländern, die nun ihre Grenzen schließen. Ein möglicher Ursprung des Virus sind Schuppentiere, die man in Asien gewohnt ist, zu verspeisen.

Es wird vermutet, der Verzehr von Schuppentier, dem Afrikanischen, schuppigen, vom Aussterben bedrohten Ameisenfresser, sei verantwortlich für die Übertragung des Coronavirus vom Tier auf den Menschen. Es ist aktuell untersagt, wilde Tiere zu verkaufen oder zu konsumieren, damit die Epidemie des neuen Coronavirus zum Halten kommt. Die Zeitschrift Viruses veröffentlichte 2019 eine Studie, welche das Vorhandensein vieler Viren, Coronaviren eingeschlossen, in Schuppentieren in China aufzeigt. Das Chinesische Volk wird allerdings vermutlich wieder damit beginnen, sie zu konsumieren, soboald das Coronavirus vorübergezogen ist. In China liebt man ihr Fleisch, welches man als Eintopf zubereitet, und man ist verrückt nach ihren Schuppen wegen deren angeblicher medizinischen Wirkung: Für Herren dienen sie als Aphrodisiakum, bei Müttern fördern sie die Milchbildung nach der Geburt und für die Übrigen dienen sie als Glücksbringer.

Verbot vom Verzehr von Rindfleisch in Indien?

Da in Indien die Kuh ein heiliges Tier ist, könnte man denken, der Verzehr von Rindfleisch sei dort verboten. Doch wird es von den niederen Kasten und Unberührbaren, sowie von Touristen verzehrt. Tatsächlich findet man in den meisten europäischen Hotels Gerichte mit Rindfleisch als Hauptzutat vor. Selbstverständlich ist es Deine Wahl, ob Du diese essen möchtest oder ob du regionale Speisen und das Betrachten Indischer Kultur vorziehst. Einen sehr interessanten Artikel dazu liefert die Webseite von France Inter.

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