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Darum brauchst du als Onlinehändler einen Steuerberater

Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

E-Commerce – Warum ein Steuerberater im Onlinehandel Sinn macht

Unabhängig von der Unternehmensgröße kann ein Steuerberater mit tiefgründigen E-Commerce-Kenntnissen viel Zeit bei der Steuererklärung einsparen. Es ist schlichtweg falsch, dass nur Unternehmen ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl von den fachkundigen Dienstleistungen eines fähigen Steuerberaters profitieren. Auch wenn es immer neue Software für eine vereinfachte Unternehmenssteuererklärung gibt, kennt ein Profi auf dem Gebiet der Finanzen einfach diverse Schlupflöcher und steuerliche Grauzonen, welche die jährliche Steuerlast überschaubar halten.

Aufwendige Buchhaltung für Online-Shops

Betreiber von Online-Shops sehen sich anders als Freiberufler wie Lehrer oder Anwälte mit einem enormen Aufwand konfrontiert. Neben umständlich bürokratischen Formulierungen im ELSTER Portal gibt es eine Reihe an Sonderabsatzmöglichkeiten, welche ohne die professionelle Unterstützung eines Steuerberaters oft einfach ungenutzt bleiben. Zudem häufen sich übers Jahr die notwendigen Belege und Unterlagen, welche für die Finanzbehörden auch noch umständlich digitalisiert werden müssen. Wer da als Onlineshopbetreiber nicht permanent alle Einnahmen und Ausgaben in einer Excel-Tabelle sammeln möchte, besorgt sich am besten einen kompetenten Steuerberater, der die nervige Buchhaltung zuverlässig erledigt.

Einen Steuerberater finden

Mundpropaganda ist für Steuerberater die beste Werbung. Ein Finanzprofi, der gleichzeitig als Fachanwalt und Steuerberater tätig ist, kann weit effektivere Dienstleistungen anbieten. Wer einen kompetenten Steuerberater für Berlin Kreuzberg sucht, steht häufig vor der Qual der Wahl. Um sich im Dschungel der Finanzexperten nicht zu verlieren, und am Ende bei einem kaum erfahrenen Berufsanfänger zu landen, können online die Rezensionen studiert werden. Äußern sich die Klienten eines Steuerberatungsbüros eher positiv, weist dies auf eine angemessene Qualität der Dienstleistungen hin. Aber Achtung! Notorische Nörgler gibt es überall, sodass auch negative Bewertungen zunächst einmal objektiv betrachtet werden sollten.

Anforderungen an die steuerliche Beratung wachsen kräftig

Während die Anforderungen im Bereich der steuerlichen Beratungsschwerpunkte ständig wachsen, lassen sich alle Kosten für die Steuerberatung von Onlinehändlern zu 100 % von der Steuer absetzen. Dabei verlangen Steuerberater in der Regel mehr, wenn mehr Umsätze erzielt werden. Grund ist die zusätzliche Arbeitsleistung in Stunden, welche selbstredend auch beim Steuerberater bezahlt werden muss.

Wobei kann ein Steuerberater dem Onlinehändler helfen?

Onlinehändler, die sich voll und ganz auf ihre unternehmerische Tätigkeit konzentrieren möchten, genießen diverse Vorteile, wenn die steuerlichen Angelegenheiten einfach ausgelagert werden. Zu den wesentlichen Vorzügen bei einer Unterstützung durch den Steuerberater gehören folgende Punkte.

F22-Zertifikat

Die F22-Bescheinigung ist auf vielen Plattformen eine Grundvoraussetzung, um online Handel treiben zu können. Sie entbindet den Bereitsteller eines Onlinedienstes davon, für die steuerlichen Abgaben der angemeldeten Nutzer verantwortlich zu sein. Ein Steuerberater kann von Anfang an nützlich sein, etwa um die F22 Steuerbescheinigung zu beantragen.

Umsatzsteuerregistrierungen

Wer auch im Ausland Waren oder Dienstleistungen anbieten möchte, benötigt eine jeweils gültige Umsatzsteuerregistrierung. Onlineshopbetreiber, die diese zeitraubende Bürokratie an den Steuerberater outsourcen, haben mehr Zeit für essenziell wichtige Dinge.

Umsatzsteuervoranmeldungen

Kaufleute müssen jedes Jahr im Voraus eine geschätzte Umsatzsteuer anmelden. Bis zu einer gewissen Höchstsumme an Jahreseinnahmen kann die Umsatzsteuervoranmeldung quartalsweise stattfinden, was die fällige Steuerschuld minimiert. Der Steuerberater kennt alle Tricks, um nicht nur die Umsatzsteuervoranmeldung im Sinne der Mandanten durchzuführen, sondern auch die Steuerlast kleinformatig zu halten.

Reverse-Charge-Verfahren

Das Reverse-Charge-Verfahren besagt, dass sich jeder Unternehmer um die Ausweisung der aktuell gültigen Steuer zu kümmern hat, welche bei Lebensmitteln anders hoch ausfällt als bei sonstigen Gebrauchsgütern oder Dienstleistungen.

Einkommensteuererklärung

Neben der privaten Einkommenssteuererklärung wird in jeder Firma eine betriebliche Steuererklärung fällig. Wer nicht angestellt ist, muss demzufolge jedes Jahr zwei Steuererklärungen einreichen: eine berufliche und eine private. Für die Anfertigung der privaten Steuererklärung wird meist eine geringere Summe fällig, als wenn der Steuerberater die betrieblichen Umsätze aufbereitet und beim Finanzamt einreicht.

Lieferschwellen

Die Lieferschwelle bezieht sich an alle Waren aus Onlineverkäufen, die ins Ausland geschickt werden. Da die steuerlichen Abgaben je nach Zielland, aber auch gemessen an Privat- oder Geschäftskunden verschieden hoch sind, kann ein Steuerberater bezüglich der Lieferschwellen die bessere Kompetenz besitzen als der Onlinehändler selbst.

Rückversand

Häufig ist die Vernichtung einer Ware die günstigste Alternative im Fall von Retouren. Werden zurückgeschickte Artikel weiterverkauft, kümmert sich am besten ein erfahrener Finanzdienstleister um die steuerliche Abwicklung.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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