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Japanische Silvesterbräuche: So feiert Japan

Silvester ist ein großes Ereignis, doch wie feiern die Japaner das sogenannte Shogatsu? Und welche japanische Silvesterbräuche gibt es? Hier können Sie über ein paar Bräuche und Traditionen aus dem Land der aufgehenden Sonne lernen.

Traditionen

Beim Hatsunhinode, zu Deutsch „Der erste Sonnenaufgang“ steht man besonders Früh auf um den ersten Sonnenaufgang zu erleben. Viele Wandern dazu auf Berge um den Sonnenaufgang besser zu betrachten können. Auch gibt es viele Observatorien wie Tokyo Skytree oder das Tokyo Metropolitan Government Building, welche jedoch oft Monate vorher ausverkauft sind.

Das Hatsumode ist der erste Schrein- oder Tempelbesuch. Dort wird am ersten Tag des Jahres für Gesundheit und Wohlstand gebeten. Zudem macht man auch einen Neujahrswunsch und hinterlässt eine kleine Spende.

Neujahrskarten

Weiter typische japanische Silvesterbräuche sind Neujahrespostkarten. Die Postkarten, Nengajou genannt, werden in Japan an Freunde, Verwandte und Personen denen man Respekt schuldet. Ähnlich wie bei uns Weihnachtskarten. Die Karten werden mit dem Wort „nenga“ gekennzeichnet damit das Postamt weiß dass diese Karte an Neujahr ausgeliefert werden soll.

Wenn während des Jahres jemand in der Familie verstorben ist, ist es üblich einfach Postkarten zu verschicken um andere zu informieren dass man sich mit den Glückwunschen zurückhält und auch keine Karten erwartet.

Essen

Essen kann natürlich nicht zur Neujahresfeier fehlen. In Japan gibt es viele Gerichte die zum neuen Jahr gegessen werden. Darunter zählen zum Beispiel:

Ozoni: Eine Misosuppe deren Zubereitung überall unterschiedlich ist

Mochi: Japanische Reiskuchen

Toshikoshi soba: Ein Gericht aus Buchweizennudeln, welches die Langlebigkeit symbolisiert und das kommende Jahr begrüßt

Toso: Gewürzter Sake. Das Trinken bringt der ganzen Familie Gesundheit.

Dekorationen

Um die Neujahresgötter , die Glück und Wohlstand bringen, willkommen zu heißen, werden Häuser in den letzten Wochen des Jahres mit Dekorationen aus Bambus, Kiefer und Seilen geschmückt.

Auch werden Kagami Mochi im Haus angebracht. Sie bestehen aus Reis der in dem Jahr geerntet wird und sollen für eine gute Ernte im nächsten Jahr sorgen.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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