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Wie wird Weihnachten in Island gefeiert?

Wie sieht Weihnachten in Island aus? Wer bringt dort die Geschenke? Dies können Sie in diesem Artikel erfahren.

Namensherkunft

Weihnachten heißt auf isländisch „Jól“ und bezog sich früher auf den 21. Dezember, den kürzesten Tag des Jahres. Zu heidnischen Zeiten war es Tradition zu feiern dass die Tage Länger werden.

Mit Einzug des Christentums wurde das Fest mit Jesus verbunden und neue Bräuche wurden eingeführt. Zudem wurden die Feierlichkeiten von den Dänen und den Amerikanern beeinflusst, insbesondere beim Essen und bei der Dekoration.

Wie feiert man Weihnachten in Island?

Weihnachtsbäume wurden in Island erst in den 60er Jahren eingeführt. Hauptsächlich weil es auf der Insel kaum Bäume gab. Die Bäume kommen meist aus Schweden.

Am 24. Dezember werden dann um 18 Uhr die Glocken geläutet. Es ist dann offiziell Weihnachten.

Zum Festessen gibt es dann geräucherter Schweinerücken, ein Alpenschneehuhn, Fisch oder geräuchertes Lammfleisch. Als Nachtisch gibt es dann Mandelbrei.

Wenn das Festmahl beendet ist gibt dann Geschenke von den Jólasveinar.

Jólasveinar und Jólakötturinn ?

Die Jólasveinar sind 13 Weihnachtsgesellen die haufenweise Schabernack treiben und Essen stehlen. Jeder von ihnen hat auch eigene Vorlieben wie Türen knallen oder Kerzen stehlen. Sie kommen zwischen dem 12. und 24. Dezember aus den Bergen und gehen danach einer nach dem anderen. Der letzte verschwindet dann am 6. Januar.

Heutzutage wird ihnen eher die Rolle des Weihnachtsmann zugeschrieben. Also tragen sie rote Klamotten und verteilen Geschenke.

Auch gibt es eine nicht so freundliche Weihnachtsgestalt in Island. Die Jólakötturinn, auch als Weihnachtskatze bekannt, ist eine riesige Katze die an Weihnachten durch die Gegend schleicht und Menschen frisst die keine Kleidung zu Weihnachten bekommen haben.

Ursprung hat die Weihnachtskatze wohlmöglich in der Wollverarbeitung. Wer im Herbst ordentlich mitgearbeitet hat, hat zu Weihnachten Kleidung als Belohnung bekommen. Die Weihnachtskatze sollte also die Arbeiter anspornen fleißig zu arbeiten um nicht gefressen zu werden.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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