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AUSWANDERN: WARUM NICHT NACH MALTA?

Zahlreiche Europäer wollen oft aus verschiedenen Gründen auswandern: Wärme, die Arbeit, die Familie oder einfach für ein neues Leben. Allerdings ist die Entscheidungsfindung am schwierigsten wenn es darum geht, das Ziel auszusuchen. Haben Sie schonmal über Malta nachgedacht? Ich glaube nicht. Es ist vielleicht nicht das Ziel, an das man als erstes denkt und doch ist es keine schlechte Idee!

Zunächst einmal ist Malta (oder die Republik Malta) ein unabhängiger Staat, der mitten im Mittelmeer liegt, 60 km südlich von Sizilien. Sie ist von 8 Inseln umgeben, von denen 4 bewohnt sind (Malta, Gozo, Comino, Manoel).

Die Vorzüge des Lebens auf Malta

Ein perfektes Klima

Es ist praktisch das ganze Jahr über warm. Wenn Sie nicht gerade

nördliche Länder wie Skandinavien lieben, bietet Malta ein sehr angenehmes Klima: zwischen 15 und 35 Grad das ganze Jahr über. Sie können in quasi allen Monaten des Jahres an den Strand gehen und das Mittelmeer genießen. Auf Malta zu leben ist also gar keine so schlechte Idee?

Eine stabile Wirtschaft

Die Wirtschaft auf Malta ist sehr gut und die Bezahlung ist gut bis sehr gut. Viele Europäer lassen sich dort nieder um ihr Unternehmen zu Gründen. Die Arbeitslosenquote ist sehr niedrig und sinkt zudem seit etwa zehn Jahren weiter, die Jobsuche ist also nicht sehr schwierig.

Eine unglaubliche Kultur

Malta verfügt über eine reichhaltige Kultur und ein bedeutendes historisches Erbe. Ideal für Liebhaber der Geschichte und von kulturellen Besichtigungen. Wenn Sie auf Malta leben, entdecken Sie Stück für Stück alle schönen Ecken der Insel. Im Gegensatz zu Touristen werden Sie Zeit haben, alles zu tun, die Landschaften zu genießen und diesen kulturellen Reichtum zu bestaunen.

Maltas früheste Ursprünge sind italienisch, und später trugen das östliche Mittelmeer und der Maghreb zu dieser Kultur bei. Heute sind durch verschiedene Einwanderungsfaktoren auch die Engländer sehr zahlreich vertreten.

Die Küche des Landes ist eine Mischung aus einheimischer Küche und Einflüssen aus allen Kulturen, die das Land besetzt haben: Italienisch, arabisch und britisch.

  • Meeresseite: Fisch, Aljotta (Fisch-, Tomaten- und Knoblauchsuppe), Lampuki (Seebrasse mit Tomaten, Oliven, Kapern, Minze und Knoblauch).
  • Auf der Landseite: Timpana (ein Kuchen aus Makkaroni, Hackfleisch, Tomatensoße und Käse), Bigilla (Bohnenpüree mit Knoblauch und Petersilie), Gbejna (traditioneller Käse), Fenkata (in Rotwein und Knoblauch marinierter Kanincheneintopf) oder Malteser Wurst.

Was das Kulturerbe betrifft, können Sie wunderschöne Architektur, Kathedralen, Paläste und prähistorische Stätten wie die Überreste eines Tempels, eine Grabstätte, eine ummauerte Stadt und neolithische Tempel entdecken.

Die englische Sprache auf Malta

Auf Malta ist Englisch die zweite Amtssprache nach Maltesisch. Sie werden dort ganz sicher problemlos Menschen finden, die Englisch sprechen. Das wird Ihnen helfen, Ihr Sprachniveau zu verbessern.

EIn gutes Gesundheitssystem

Malta verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Dieses System ist von der WHO anerkannt. Es liegt auf dem zweiten Platz hinter dem französischen System. Die medizinische Versorgung ist kostenlos und von hoher Qualität. Allerdings dauert es sehr, sehr lange, einen Termin zu bekommen. Es gibt aber kostenpflichtige, private Einrichtungen und Krankenhäuser für den Fall, dass Sie eine schnellere Behandlung wünschen.

Ein Ratschlag, bevor Sie abreisen: Schließen Sie eine Versicherung auf Gegenseitigkeit ab, die Ihre Ausgaben im Ausland deckt.

Die Lebenskosten

Die Lebenskosten sind etwas niedriger als in anderen europäischen Ländern. Das Leben auf Malta ist immer noch sehr touristisch und einige Städte sind immer noch teuer. Beispielsweise Valletta, Sliema und Saint Julian’s, den bei Einheimischen und Touristen beliebtesten Orten.

Welche Formalien für das Leben auf Malta?

Wenn Sie EU-Bürger sind und länger als 3 Monate auf Malta arbeiten möchten, benötigen Sie eine eResidence Card von der maltesischen Regierung. Diese Karte können Sie vor Ort beantragen. Sie dient Ihnen als „Ausweis“ und erlaubt es Ihnen, ein Bankkonto zu eröffnen.

Was Ihr Bankkonto betrifft, können Sie immer noch das deutsche verwenden. Wenn Sie auf Malta arbeiten ist es für Sie und Ihren Arbeitgeber allerdings einfacher, wenn Sie ein maltesisches Konto haben, worauf Ihr Gehalt überwiesen wird.  Manche Arbeitgeber verpflichten Sie dazu. Für Ihre Vorstellungsgespräche beweist der Besitz eines maltesischen Kontos und der eResidence Card außerdem, dass Sie vorhaben, längerfristig zu bleiben. Das beruhigt den Arbeitgeber.

Eine Krankenversicherung ist nicht verpflichtend. Viele Behandlungen sind kostenlos, aber Sie können sich immer an private, kostenpflichtige Einrichtungen wenden, um schneller einen Termin zu bekommen.

Um einen Job zu finden, werden maltesische Arbeitgeber auf Ihre Qualifikationen achten. Wenn Sie an einer Universität studiert haben und eine Fremdsprache sprechen, haben Sie gute Chancen, eingestellt zu werden, gerade weil es viele Ausländer und internationale Firmen gibt.

Zu guter letzt liegt der monatliche Mindestlohn auf Malta bei 735,63€. Das ist sehr niedrig, doch bedenken Sie, dass das Leben weniger kostet als in anderen europäischen Ländern. Allerdings sind bestimmte Sektoren sehr schlecht bezahlt: Das Hotelgewerbe und die Gastronomie.

Lesen Sie auch unseren Artikel über die Schwierigkeiten, die sich Ihnen beim Auswandern ergeben können!

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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