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Beglaubigung: Wie muss sie richtig aussehen?

Oft muss man offizielle Dokumente beglaubigen lassen. Doch wie sieht so eine Beglaubigung aus? Dies erfahren Sie hier.

Wie sieht sie aus?

Die Beglaubigung geschieht durch einen Glaubensvermerk unter der Abschrift. Er enthält die Bezeichnung, Feststellung dass die Abschrift dem Original gleicht so wie Ort, Datum und Unterschrift der zu beglaubigenden Person.

Jede Seite der Kopie enthält einen kompletten Siegelabdruck, auch bei Vorder- und Rückseite. Wenn die Seiten schuppenartig übereinander liegen und geheftet sind, kann das Dokument auch so gesiegelt werden, dass auf jeder Seite ein Teil des Siegelabdrucks ist.

Kopien eines beglaubigten Dokumentes werden nicht anerkannt und müssten nochmals beglaubigt werden. Zweitschriften, wie zum Beispiel von Abiturzeugnissen, können nicht beglaubigt werden, da ihnen Unterschrift und Siegel fehlt. Oft steht anstelle der Unterschrift nur der Name mit dem Hinweis „gez.“. Dadurch können Zweitschriften nicht richtig beglaubigt werden.

Amtliche Beglaubigung

Amtliche Beglaubigungen müssen immer ein Dienstsiegel und eine Originalunterschrift des Beglaubigenden aufweisen. Das Siegel ist rund oder Oval und enthält ein Wappen. Wenn die Beglaubigung nur einen Schriftstempel enthält, wird sie nicht akzeptiert.

Bei mehreren Blättern muss nachgewiesen werden dass jede Seite von der selben Urkunde stammen. Es reicht allerdings wenn die Blätter zusammen geheftet sind und ein Teil des Siegels auf allen Seiten zu sehen ist. Bei einer notariellen Beglaubigung genügt der Beglaubigungsvermerk auf nur einer Seite der Kopie oder Abschrift.

Beglaubigt werden dürfen diese Dokumente von:

  • Schulen und Hochschulen
  • diplomatische Vertretungen
  • Kulturabteilung der Botschaft des Herkunftslandes des Dokumentes
  • Behörden und Notare
  • Gerichte
  • Öffentliche Ämter

Übersetzungen von staatlich vereidigten Übersetzern

Die Übersetzung von beglaubigten Dokumenten muss von einer offiziellen Stelle wie eine Institution mit einer befugten Abteilung oder durch einen vereidigten Übersetzer. Übersetzungen durch Übersetzer ohne diesen Status werden nicht akzeptiert. Übersetzungen aus dem Ausland müssen von einer Institution stammen, die in dem Land zu einer vereidigten Übersetzung befugt ist. In Deutschland müssen Dokumente in Originalsprache sowie in Englisch oder Deutsch eingereicht werden.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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