Ein vollständiger Leitfaden Schritt für Schritt
In diesem Artikel erklären wir schritt für schritt, wie Sie eine Kostenübernahme beantragen, welche Voraussetzungen gelten und wie Sie typische Fehler vermeiden.
1. Welche Übersetzungen übernimmt das Jobcenter?
Das Jobcenter übernimmt nur Übersetzungen, die für Ihre Integration in Arbeit oder Ausbildung notwendig sind. Dazu gehören unter anderem:
- Zeugnisse (Schule, Ausbildung, Studium)
- Arbeitszeugnisse und Referenzen
- Zertifikate
- Geburts-, Heirats- oder Scheidungsurkunden (falls für Leistungsansprüche oder Familienstatus relevant)
- Bescheinigungen für Bewerbungen oder Qualifizierungen
Nicht übernommen werden meist:
- private Dokumente ohne Relevanz für Arbeit oder Jobcenter-Angelegenheiten
- Übersetzungen für Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsrecht (dafür ist die Ausländerbehörde zuständig)
2. Voraussetzung für die Kostenübernahme
Damit das Jobcenter die Übersetzung bezahlt, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Die Übersetzung muss notwendig sein, um Arbeit zu finden, an Maßnahmen teilzunehmen oder Leistungen korrekt zu berechnen.
- Sie dürfen die Übersetzung nicht bereits selbst beauftragt haben, bevor eine Genehmigung vorliegt.
- Die Übersetzung muss von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzer erstellt werden.
3. Schritt-für-Schritt: So beantragen Sie die Kostenübernahme
Schritt 1: Beratungstermin beim Jobcenter
Erklären Sie Ihrem Sachbearbeiter, warum die Übersetzung notwendig ist.
Bereiten Sie folgende Informationen vor:
- Welche Dokumente übersetzt werden sollen
- Wofür die Übersetzung benötigt wird (Bewerbung, Qualifikation, Leistungsberechnung etc.)
Schritt 2: Kostenvoranschlag einreichen
Das Jobcenter akzeptiert nur eine Kostenübernahme, wenn vorab ein Kostenvoranschlag eingereicht wurde.
Darin enthalten:
- Seitenzahl
- Preis pro Seite
- Gesamtkosten
- Art der Übersetzung (beglaubigt oder nicht)
Schritt 3: Schriftliche Bewilligung abwarten
Wichtig: Noch nichts beauftragen, bevor Sie eine schriftliche Zusage erhalten.
Sie bekommen entweder:
- eine Genehmigung (Kostenübernahme) oder
- eine Ablehnung
Schritt 4: Übersetzung beauftragen
Nach Erhalt der Bewilligung können Sie die Übersetzung offiziell in Auftrag geben.
Sie müssen:
- das Originaldokument oder eine gut lesbare Kopie bereitstellen
- die gewünschte Lieferform wählen (PDF, Postversand etc.)
Schritt 5: Rechnung an das Jobcenter weiterleiten
Je nach Jobcenter:
- wird die Rechnung direkt an das Jobcenter geschickt
oder - Sie reichen die Rechnung selbst ein und bekommen das Geld erstattet
4. Wie lange dauert die Bearbeitung?
Die Bearbeitungsdauer hängt von:
- der Auslastung des Sachbearbeiters
- der Art des Dokuments
- der Länge der Übersetzung
Typisch sind:
- Jobcenter-Bewilligung: 3–14 Tage
- Übersetzung selbst: 1–4 Werktage
5. Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
❌ Übersetzung vor der Genehmigung beauftragt → Keine Erstattung
❌ Unvollständige Dokumente eingereicht → Verzögerungen
❌ Kein Bezug zur Arbeitssuche erkennbar → Ablehnung
❌ Übersetzer ist nicht beeidigt → Übersetzung wird nicht anerkannt
Tipp: Fragen Sie Ihren Sachbearbeiter immer nach einer schriftlichen Bestätigung.
6. Warum ein professioneller Übersetzungsdienst wichtig ist
Behörden in Deutschland akzeptieren nur:
- korrekte, vollständige und formelle Übersetzungen
- oft beglaubigt, inklusive Stempel und Unterschrift
- von einem beeidigten Übersetzer angefertigt
Laienübersetzungen oder automatische Übersetzungstools werden grundsätzlich abgelehnt.
Kostenübernahme durch das Jobcenter?
Berlin Translate unterstützt Sie von A bis Z
Unsere Agentur Berlin Translate begleitet Sie während des gesamten Prozesses:
✔ Erstellung eines offiziellen Kostenvoranschlags für das Jobcenter
✔ Beeidigte Übersetzungen für alle Bundesländer
✔ Schnelle Bearbeitung – auch per E-Mail
✔ Transparente Preise
✔ Versand per Post oder PDF
Wir haben langjährige Erfahrung mit Jobcenter-Anträgen und wissen genau, wie der Prozess funktioniert.
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