Weihnachten in Paris

Weihnachten in Paris und das traditionelle Weihnachtsessen in Frankreich

Jedes Jahr kommen zahlreiche Besucher in der Weihnachtszeit für einen Kurztrip nach Paris, um die Stadt der Liebe in weihnachtlichem Glanz zu erleben. Gerade in der Adventszeit und zu Weihnachten macht Paris seinem Ruf als Stadt der Tausend Lichter alle Ehre! Aber wie wird eigentlich Weihnachten in Frankreich gefeiert? Unsere französische Übersetzerin Lise hat sich mit dem Thema beschäftigt.

Sind Museen und Sehenswürdigkeiten in Paris an Weihnachten geöffnet?

Am 24. Dezember sind alle Museen und Sehenswürdigkeiten in Paris in der Regel ganz normal geöffnet. Handelt es sich um einen Wochentag, so gelten für die Pariser Sehenswürdigkeiten und Museen reguläre Öffnungszeiten. Am 25. Dezember hingegen, dem eigentlichen Weihnachtsfeiertag in Frankreich, sind alle nationalen Museen und Sehenswürdigkeiten in Paris ohne Ausnahme geschlossen. Mehr darüber erfahren Sie hier

Die schönsten Viertel in der Weihnachtszeit

Viele Straßen, Viertel und Plätze sind in der Vorweihnachtszeit üppig geschmückt. Zu den schönsten Orten gehören ohne Zweifel die Champs-Elysées, das Montmartre-Viertel und die Kaufhäuser La Fayette und Printemps

Das traditionelle Weihnachtsessen in Frankreich

Am Abend wird das traditionelle mehrgängige und mehrstündige Weihnachtsfestmahl zubereitet, das die Franzosen „Le réveillon“ nennen. Typische Weihnachtsgerichte sind der mit Maronen garnierte Truthan, der „Dinde aux marrons“, Ente in Orangensauce, Gänseleber, Pasteten, gezuckerte Maronen, Fisch und Austern. Meeresfrüchte fehlen in der Regel bei keinem Weihnachtsfestmahl. Auch Champagner fehlt nicht. „Wir haben bis kurz vor Mitternacht gegessen“, erzählt Dennis, der während seines Austauschschuljahres in Montpellier bei einer französischen Familie gewohnt hat. „Es gab ein riesiges Buffet aus Ente, Hummer, Muscheln, Austern, Langusten, alle möglichen Pasteten, Käse, Gemüse und viel Süßes. Nach dem Essen sind wir alle zur Mitternachtsmette gegangen. Eigentlich hätte ich Weihnachten mit meiner Familie verbringen sollen, aber ich wollte unbedingt einmal das französische „Réveillon“ erleben und bin erst am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages nach Deutschland geflogen“.

Zum Nachtisch gibt es an Heiligabend traditionell die Bûche de Noël (Weihnachtsbuche), eine rechteckige mit Schokolade überzogene Biskuitrolle in Form eines abgesägten Baumstamms. Das hat einen bestimmten Grund. In alten Zeiten ließen die Franzosen an Heiligabend einen dicken Holzscheit langsam im Kamin verbrennen, um dann die Asche an den Weihnachtstagen auf einem Feld zu verstreuen. Das soll Glück und eine gute Erne bringen. Traditionell wird heute stattdessen ein Kuchen gebacken, der aussieht wie ein Baumstamm.

Wie der Weihnachtsmarkt auf der Champs-Elysées aussieht, könnt ihr in diesem Video sehen:

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