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Ein Auslandsjahr in Irland – Die Planung

Die Planung:

EIN AUSLANDSJAHR IN IRLAND

„Was möchtest du später mal werden?“ Als Kind fällt es häufig relativ leicht, diese Frage zu beantworten. Doch je näher der Schulabschluss rückt, desto lieber wird der Frage ausgewichen. Wie soll ich mich zwischen unzähligen Ausbildungsplätzen und Studiengängen entscheiden? Vielen geht es in dieser Situation ähnlich. Immerhin ist es eine zukunftsbestimmende Entscheidung, die, wenn möglich, mit Bedacht getroffen werden sollte.

Neben der Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, möchten viele die Zeit nach dem Schulabschluss für ein Auslandsjahr nutzen. Dieser Aufenthalt kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Häufig handelt es sich um Sprachreisen, Auslandspraktika, Work and Travel, Freiwilligenarbeit oder eine Au-pair-Tätigkeit.

Für mich stand lange vor meinem Abitur im Jahr 2015 fest, dass ich ein Auslandsjahr als Au-pair in Irland verbringen möchte. In dem folgenden Artikel werde ich über die Planung dieses Auslandaufenthaltes berichten.

Die Planung des Auslandsjahres

Die Vermittlung und Referenzen

Aufgrund meiner frühen Entscheidung für eine Au-pair-Tätigkeit konnte ich rechtzeitig alle Maßnahmen ergreifen, die die spätere Vermittlung vereinfachen würden. Als erstes habe ich mich informiert, wie ein Au-pair an eine Gastfamilie vermittelt wird. Die Vermittlung passiert üblicherweise über Agenturen oder unabhängig über bestimmte Plattformen wie aupair.com. Mir schied der Weg über eine Agentur sicherer. Bei der Recherche habe ich auch erfahren, dass es wichtig ist, gewisse Referenzen im Bereich der Kinderbetreuung vorweisen zu können. Ich entschied mich also dazu einen Babysitter-Kurs zu absolvieren, anschließend regelmäßig zu Babysitten und ein Praktikum im Kindergarten zu machen.

Die Bewerbung

Dann war der Zeitpunkt gekommen, mich bei einer Agentur zu registrieren. Es folgten einige Pro- und Contra-Listen, die mir die Wahl zwischen England und Irland erleichtern sollten. Irland hat schließlich das Rennen gemacht. Kurz nach der Registrierung folgten die ersten Bewerbungsunterlagen, die die deutsche Agentur an eine irische weiterleiten würde, damit diese dann die passende Gastfamilie findet. Folgende Bewerbungsunterlagen wurden benötigt:

  • ein ausgefülltes Bewerbungsformular mit Passfoto
  • eine Auflistung der Erfahrungen in der Kinderbetreuung
  • ein Brief an die potenzielle Gastfamilie
  • eine Fotocollage
  • Referenzen (können für den Nachweis der Kinderbetreuung von den Eltern der Kinder und für den Nachweis über Sprachkenntnisse von z. B. Englischlehrer:innen ausgefüllt werden)
  • ein aktuelles Zeugnis
  • ein Gesundheitsnachweis durch den Hausarzt/ die Hausärztin
  • ein aktuelles Führungszeugnis
  • Kopien des Personalausweises und Führerscheins
  • sonstige Zertifikate

Alle Dokumente mussten in englischer Sprache ausgefüllt oder in die englische Sprache übersetzt werden.

Die Kontaktaufnahme und Abreise

Nun hieß es warten, bis eine Gastfamilie für mich gefunden wurde. Drei Monate vor der geplanten Abreise war es soweit: Mich erreichte ein Brief von einer irischen Familie mit drei Kindern. Bald verabredeten wir uns regelmäßig zum skypen und entschieden, dass ich ab September ihr neues Au-pair sein würde.

Nachdem ich über die Agentur eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hatte, mein Flug gebucht und die Koffer gepackt waren, musste ich mich nur noch von meiner Familie und meinen Freunden verabschieden. Obwohl das teilweise nicht leicht gefallen und am Flughafen auch die ein oder andere Träne geflossen ist, überwogen Aufregung und Vorfreude auf das kommende Jahr.

Auslandsjahr
Trim Castle / Caisleán Bhaile Átha Troim

Mehr über den Alltag und die Arbeitszeiten eines Au-pairs sowie die Freizeit- und Ausflugsgestaltung in Irland kann in einem weiteren Artikel nachgelesen werden.

Florian Ravaux
Als gebürtiger Bretone befürchtet Monsieur Ravaux vor allem eines: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Florian Ravaux, 1983 in Rennes geboren, studierte Rechtswissenschaften in Frankreich an der Universität Rennes 1 und in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf europäisches Recht. Darüber hinaus erwarb er in Partnerschaft mit Sciences-po Straßburg einen Master-Abschluss in Wissenschaftspolitik am Institut des Hautes Etudes Européennes in Straßburg.
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