Frankreich und der 11. November

Frankreich und der 11. November

Der 11. November 1918, das Ende des Ersten Weltkrieges, wird in Frankreich feierlich begangen.

Der Armistice (Waffenstillstand) von 1918

Nach über vier Jahren Krieg wurden die Kämpfe am 11.11.1918 durch die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsvertrags in der nordfranzösischen Stadt Compiègne beendet. Für das seit 1914 teilweise besetzte Frankreich ging damit ein historischer Albtraum zu Ende. Nach dem Krieg wurde der Tag mit großem Aufwand und Revanche-Pathos begangen.

Heute wird dem Armistice zwar weiterhin am 1922 zum offiziellen Feiertag erklärten 11. November gedacht, allerdings mit der klaren Ausrichtung auf die Betonung von Friedenssicherung und Völkerfreundschaft.

Zentrale Gedenkstätte am Arc de Triomphe

Stellvertretend für die 1,7 Millionen französischen Kriegstoten wurde am 11.11.1920 der Körper eines in Verdun gefallenen „Unbekannten Soldaten“ unter dem Pariser Arc de Triomphe bestattet. Hier findet alljährlich die mit Militärparaden und Festansprachen zelebrierte zentrale Gedenkveranstaltung des Feiertages statt.

In den anderen Städten und Regionen des Landes gibt es ähnliche Veranstaltungen. Trotz des düsteren Anlasses wird der Armistice-Tag von den meisten Franzosen als Unterbrechung der Arbeitswoche genossen – wenn er auch nicht fröhlich gefeiert.

Französische Überseegebiete

In den französischen Überseegebieten gelten die gleichen gesetzlichen Feiertage, zusätzlich gibt es noch den Tag der Abschaffung der Sklaverei (Abolition de l’esclavage) in folgenden Gebieten.

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